Haus Maria Trost
Edith-Stein-Weg 1
88631 Beuron
Tel.: 0 74 66 / 483
Fax: 0 74 66 / 91 04 18
mariatrost@t-online.de

Wo heute das Haus Maria Trost steht, wurde 1902 eine Villa gebaut, die den Namen Villa Donaueck
trug. 1925 erwarben die Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul in Freiburg das Haus von dem Ehepaar
Major Karl Oswald und Baronin Louise von Haber. Das Haus trug im Ort auch den Namen "Habervilla".
Das Haus war als Exerzitienhaus gedacht. Der erste Kurs begann am 18.Februar 1926.
Seit dem 5. Mai 1926 heißt die eh. Habervilla "Haus Maria Trost". Der Name birgt das Vertrauen auf Maria,
die Mutter Jesu, die zu allen Zeiten von belasteten und trauernden Menschen als Fürsprecherin angerufen
wird. In der Lauretanischen Litanei gilt der Gottesmutter eine Anrufung als "Trost der Betrübten".
Im Oktober 1939 wurde das Haus durch die Wehrmacht "sichergestellt". Es durften keine Kurse mehr
abgehalten werden. 1940 kamen ausgebombte Mütter mit ihren Kindern aus dem Rheinland hierher.
Seit 1942 diente das Haus bis Kriegsende als Lazarett für verwundete Soldaten. Von Februar bis Juni 1942
fand die damalige Generaloberin Sr. Primitia mit den Schwestern des ausgebombten Freiburger Mutterhauses
hier Zuflucht.Im April 1947 begannen wieder die ersten Exerzitienkurse nach dem Krieg. Die
Teilnehmer hatten die "Verpflegung" selber mitzubringen. 1959 wurde die alte "Habervilla" umgebaut.
1960 wurde das neue Haus durch Erzbischof Hermann Schäufele eingeweiht.
1978 wurde an der Zufahrtsstraße das Namensschild Edith-Stein-Weg" angebracht. Edith Stein, als
Karmelitin Sr. Teresia Benedicta a cruce, war vom Judentum zum Katholizismus konvertiert und wurde
1942 in den Gaskammern von Ausschwitz umgebracht.  Sie verbrachte zwischen 1928 und 1933 ihre
Ferien oft in Beuron und kam in dieser Zeit öfter in das Haus Maria Trost zum Mittagessen.
Von Januar bis Oktober 1984 wurde das Haus noch einmal grundlegend renoviert und in den heutigen
Zustand gebracht. Im Jahr 2001wurde das Haus von den Vinzentinenrinnen verkauft. Nach dem Kauf durch
Hans Hahn,wurde es von diesem an die Familie Doris und Peter Zimmermann im Oktober 2002 verpachtet. Seither
wird es als Hotel und Restaurant betrieben, soll aber gleichfalls eine christliche Stätte der Heilung und Gesundung für Körper, Seele und Geist sein.